Fingernägel splittern: 5 Tipps für gesunde Nägel im Winter
Redaktion, 11. November 2025

Splitternde Fingernägel sind eine erhebliche Belastung im Alltag.
Schöne und gesunde Fingernägel sind für viele ein Muss. Nicht nur, weil es gepflegter aussieht , sondern auch aus praktischen Gründen. Bei splitternden Nägeln bleibt man ständig irgendwo hängen, was sich echt unangenehm anfühlt. Was macht man falsch, wenn man von splitternden Fingernägeln betroffen ist? Hier erfahren Sie alle möglichen Ursachen, sowie die besten Tipps, um langfristig gesunde, glatte Fingernägel zu bekommen.

FORSCHUNG
Trockene Hände und spröde Nägel: Dieses Hausmittel hilft
Trockene Hände und spröde Nägel sind lästig. Ein simples Hausmittel kann dabei helfen, die Haut geschmeidig und die Nägel wieder stabil zu machen.
Welche Ursachen haben splitternde Fingernägel?
Splitternde Fingernägel haben viele mögliche Auslöser und sind meistens ein Zeichen dafür, dass die Nagelstruktur geschwächt ist. Die Nägel bestehen aus mehreren Schichten aus Keratin. Wird dieses Keratin spröde oder verliert Feuchtigkeit, beginnen die Schichten sich abzulösen. Das Ergebnis ist ein Nagel, der bricht, splittert oder sich an der Spitze in dünne Lagen auftrennt.
Besonders im Winter sind solche Probleme häufig, da die Kombination aus Kälte, trockener Luft und häufigem Händewaschen der Nageloberfläche Feuchtigkeit entzieht. Dazu kommen alltägliche Belastungen, die die Nägel zusätzlich strapazieren.
Mangel an Nährstoffen
Ein häufiger Grund für brüchige Nägel ist ein Mangel an wichtigen Nährstoffen. Dazu gehören insbesondere:
- Eisen: Ein Mangel kann Nägel dünn und spröde machen
- Biotin (Vitamin B7): Unterstützt die Nagelstruktur
- Zink: Wichtiger Mineralstoff für Wachstum und Stabilität
- Eiweiß: Nägel bestehen überwiegend aus Keratin, einem Protein – zu wenig Eiweiß schwächt sie
Fehlt eines dieser Elemente, wird das Keratin der Nägel weniger widerstandsfähig. Die Nägel werden weich, dünn oder beginnen, sich schichtweise zu lösen. Eine ausgewogene Ernährung und gegebenenfalls eine Ergänzung nach ärztlicher Rücksprache können helfen, die Nagelstruktur langfristig zu verbessern.
Wechseljahre
Hormone haben einen deutlichen Einfluss auf die Zusammensetzung der Nägel. In den Wechseljahren, aber auch in der Schwangerschaft oder bei hormonellen Schwankungen, kann sich die Produktion von Keratin verändern. Das führt oft zu dünneren, trockeneren Nägeln. Besonders sinkende Östrogenwerte wirken sich aus, da sie die Feuchtigkeitsbindung und Festigkeit der Nagelplatten beeinflussen. In dieser Phase ist eine besonders intensive Pflege sinnvoll, um die Nagelstruktur zu unterstützen und erneute Schäden zu vermeiden.
Trockene Hände und Winterkälte
Kälte und trockene Luft im Winter entziehen den Nägeln Feuchtigkeit. Trockene Nägel splittern leichter und fühlen sich rau an. Eine konsequente Pflege der Hände und Nägel kann hier vorbeugend wirken.
Häufiger Kontakt mit Wasser und Reinigungsmitteln
Längere Nassphasen durch häufiges Händewaschen, Geschirrspülen oder Putzen schwächen die Nagelplatten. Chemische Reinigungsmittel können zusätzlich die Nagelstruktur angreifen und sie anfälliger für Schichtenbildung und Splittern machen.
Mechanische Belastung
Auch äußere Einflüsse wie Tippen, Kratzen, Nägelkauen oder der Einsatz künstlicher Nägel tragen dazu bei, dass Nägel brüchig werden. Selbst scheinbar harmlose Tätigkeiten wie Gartenarbeit oder Heben schwerer Gegenstände können die Nagelstruktur schwächen.
Mechanische Belastung
Auch äußere Einflüsse wie Tippen, Kratzen, Nägelkauen oder der Einsatz künstlicher Nägel tragen dazu bei, dass Nägel brüchig werden. Selbst scheinbar harmlose Tätigkeiten wie Gartenarbeit oder Heben schwerer Gegenstände können die Nagelstruktur schwächen.
Medikamente und Erkrankungen
Manche Medikamente, darunter Chemotherapeutika, Retinoide oder bestimmte Blutdruckmedikamente, können Nägel schädigen. Zudem wirken sich Erkrankungen wie Schilddrüsenprobleme, Pilzinfektionen oder Psoriasis negativ auf die Nagelgesundheit aus.
Alter
Mit zunehmendem Alter werden Nägel natürlicherweise dünner und spröder. Sie splittern leichter, weil die Nagelplatten weniger flexibel sind und die Feuchtigkeit im Nagelbett abnimmt.
Wieso splittern die Fingernägel schichtweise?
Bei genauerem Hinsehen fällt oft auf: Die Nägel reißen nicht einfach irgendwo ein und brechen auch nicht direkt ab. Stattdessen lösen sich die Nagelspitzen schichtweise, als würde sich die Oberfläche in dünnen Lagen ablösen. Dieses sogenannte „Lamellensplitting“ (Onychoschisis) ist ein typisches Zeichen dafür, dass die Nagelplatte an Stabilität verloren hat.
Die Fingernägel bestehen aus mehreren Schichten, die aus Keratin aufgebaut sind. Diese Schichten sind normalerweise fest miteinander verbunden und bilden eine glatte, widerstandsfähige Oberfläche. Wird das Keratin jedoch zu trocken oder verliert es durch äußere Einflüsse Struktur, können sich die einzelnen Schichten voneinander lösen. Genau dadurch entsteht das charakteristische Abblättern.
Das schichtweise Splittern tritt besonders dann auf, wenn Nägel ständig zwischen Feuchtigkeit und Trockenheit wechseln. Häufiges Händewaschen, Reinigungsmittel oder kalte Winterluft sind typische Auslöser. Auch mechanische Belastungen wie Tippen, Kratzen, Nägelkauen oder der Umgang mit künstlichen Nägeln schwächen die Keratinbindungen. In diesen Situationen verliert die Nagelplatte an Festigkeit und beginnt, sich in feinen Lagen aufzuspalten. Besonders auffällig wird das schichtweise Splittern bei ohnehin schon dünnen oder trockenen Nägeln.
Was tun bei splitternden Fingernägeln?
Brüchige Fingernägel lassen sich oft mit ein paar grundlegenden Maßnahmen verbessern. Wichtig ist, die Nägel zu entlasten, zu schützen und gezielt zu pflegen. Die folgenden Schritte helfen dabei, die Nagelstruktur langfristig zu stärken.
Schonend kürzen und feilen
Statt Nägel abrupt zu schneiden oder ungleichmäßig zu kürzen, sollte man zu einer feinen Glasfeile greifen. Sie glättet die Nagelspitze sauber und verhindert, dass kleine Risse weiter einreißen. Gleichmäßiges Feilen in eine Richtung ist besonders schonend.
Nägel im Alltag schützen
Wasser, Reinigungsmittel und mechanische Belastungen schwächen die Nagelplatte. Bei Tätigkeiten wie Putzen, Spülen oder Gartenarbeit lohnt es sich, Schutzhandschuhe zu tragen. Auch Gewohnheiten wie Nägelkauen oder das Abziehen von Nagellack belasten die Nageloberfläche und sollten vermieden werden.
Nagelhaut richtig pflegen
Die Nagelhaut schützt das Nagelbett. Wird sie verletzt oder zu stark zurückgeschnitten, kann das die Nagelstruktur schwächen. Besser ist es, sie vorsichtig mit einem Holzstäbchen zurückzuschieben und nicht zu schneiden. Das hält das Umfeld des Nagels gesund und verhindert zusätzliche Reizungen.
Pflegende Produkte verwenden
Eine regelmäßige Pflege mit Nagelölen oder reichhaltigen Cremes stärkt die Nagelplatte. Produkte mit Keratin, Panthenol oder pflanzlichen Ölen können helfen, die Oberfläche zu glätten und die natürliche Widerstandskraft der Nägel zu erhöhen. Tägliches Massieren unterstützt zusätzlich die Durchblutung.
Bei anhaltenden Problemen ärztlichen Rat einholen
Wenn die Nägel trotz guter Pflege weiterhin splittern oder zusätzliche Beschwerden auftreten, kann eine ärztliche Abklärung sinnvoll sein. Manchmal liegen Mangelzustände, Schilddrüsenveränderungen oder andere gesundheitliche Ursachen zugrunde, die gezielt behandelt werden sollten.
Welche Hausmittel helfen bei splitternden Fingernägeln?
Hausmittel können eine wertvolle Unterstützung sein, wenn die Nägel trocken, spröde oder brüchig sind. Viele natürliche Öle und Wirkstoffe versorgen die Nagelplatte mit Feuchtigkeit und helfen, die Schichten zu stabilisieren. Wichtig ist, die Anwendungen regelmäßig einzubauen und den Nägeln Zeit zur Regeneration zu geben.
Olivenöl für mehr Geschmeidigkeit
Olivenöl ist ein Klassiker in der Nagelpflege. Es zieht gut ein und versorgt die Nagelplatte intensiv mit Feuchtigkeit. Ein paar Tropfen leicht angewärmtes Öl, das abends in Nägel und Nagelhaut einmassiert wird, machen die Oberfläche geschmeidiger und reduzieren das Risiko von Splittern.
Kokosöl zur Stärkung der Nagelplatte
Kokosöl wirkt nicht nur pflegend, sondern schützt die Nageloberfläche durch natürliche Fettsäuren. Es eignet sich besonders für sehr trockene, matte Nägel. Täglich einmassiert, kann es helfen, kleine Risse zu glätten und die Keratinschichten zu stabilisieren.
Zitronensaft für eine glattere Oberfläche
Zitronensaft enthält natürliche Säuren, die sanft die Oberfläche glätten und Verfärbungen lösen können. Eine kurze Anwendung, zum Beispiel ein Wattepad mit etwas frischem Zitronensaft, erfrischt die Nägel sichtbar. Die Anwendung sollte jedoch sparsam erfolgen, da Säuren bei übermäßiger Nutzung austrocknend wirken.
Honig als Feuchtigkeitsbooster
Honig spendet intensiv Feuchtigkeit und kann die Nageloberfläche beruhigen. Eine dünne Schicht, die etwa zehn Minuten einwirkt, eignet sich gut für Nägel, die zu Trockenheitsrissen neigen. Anschließend wird der Honig einfach mit lauwarmem Wasser abgewaschen.
Meeresmineralien für mehr Festigkeit
Meeresmineralien zählen zu den besonders effektiven Wirkstoffen, wenn es um die Stärkung brüchiger Nägel geht. Sie enthalten eine Kombination aus Spurenelementen wie Magnesium, Calcium und Zink, die die Keratinstruktur unterstützen und die Nagelplatte stabilisieren. Vereinzelt nutzen Handcremes einen Wirkstoff auf Basis von Meersalz gezielt, um trockene, splitternde Nägel und Nagelhaut zu regenerieren. Regelmäßig aufgetragen können Meeresmineralien dabei helfen, die Feuchtigkeitsversorgung zu verbessern und die Nägel widerstandsfähiger zu machen.
5 Tipps für gesunde Nägel im Winter
Im Winter sind Fingernägel besonders anfällig für Sprödigkeit und Splittern. Kälte, trockene Luft und häufiges Händewaschen können die Nagelstruktur schwächen. Mit gezielten Maßnahmen lassen sich Nägel auch in der kalten Jahreszeit gesund und stabil halten.
1. Handschuhe tragen
Handschuhe schützen Hände und Nägel vor Kälte und Wind. Dadurch wird das Austrocknen der Nägel verhindert und die Nagelplatten bleiben stabil.
2. Regelmäßige Pflege mit Cremes
Handcremes mit feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffen wie Urea, Sheabutter oder Meeresmineralien helfen, trockene Nägel und Nagelhaut zu versorgen. Besonders nach häufigem Kontakt mit Wasser unterstützt die Pflege die Nagelstruktur.
3. Schonende Nagelpflege
Aggressives Feilen oder Schneiden kann die Nagelplatten beschädigen. Feilen nur in eine Richtung und mit feinen Feilen verhindert ein Aufsplittern der Nägel.
4. Ernährung beachten
Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichenden Proteinen, Biotin, Zink und Eisen stärkt die Nägel von innen. Nüsse, Samen, Hülsenfrüchte oder Vollkornprodukte liefern wichtige Nährstoffe für stabile Nagelplatten.
5. Nagelhärter und Pflegeprodukte
Bei besonders brüchigen Nägeln unterstützen Nagelhärter, Nagelöle oder spezielle Handcremes die Stabilität der Nagelplatte. Produkte mit Meeresmineralien gelten als besonders effektiv, da sie die Nägel gezielt mit wichtigen Spurenelementen versorgen.
Fazit
Besonders in der kalten Jahreszeit treten häufig Probleme mit absplitternden Nägeln auf, weil Kälte, trockene Luft und häufiges Händewaschen die Nägel zusätzlich belasten.Gezielte Maßnahmen können dem entgegenwirken. Dazu gehören Schutz der Hände vor Kälte, regelmäßige Pflege mit feuchtigkeitsspendenden Cremes, schonende Nagelpflege, eine ausgewogene Ernährung sowie die Anwendung von Nagelhärtern und Produkten mit Meeresmineralien. Wer diese Punkte beachtet, kann die Nägel stärken, Splittern reduzieren und trotz Winter gesunde, stabile und glatte Nägel erhalten.
QUELLEN
- S. Inthasot, J. André, B. Richert: Causes of longitudinal nail splitting: a retrospective 56-case series with clinical pathological correlation; PMID: 35088456 DOI: 10.1111/jdv.17967; Mai 2022
- R. Baran, D. Schoon: Nail fragility syndrome and its treatment; PMID: 17134427 DOI: 10.1111/j.1473-2130.2004.00076.x; Juli 2004

Simon Engelhardt
Als leidenschaftlicher Sportler setzt sich Simon hauptsächlich mit den Themen Gesundheit, Ernährung und Fitness auseinander. Über die Arbeit und das Privatleben baute er sich eine Expertise zu diesen Themenbereichen auf. In Form von Blogbeiträgen teilt er seine Erfahrungen und sein Wissen, das er über viele Jahre aufgebaut hat. Er ist hauptsächlich für das Schreiben gut recherchierter Blogartikel zuständig, was durch die Erstellung von Content in den sozialen Medien ergänzt wird. Die Beiträge basieren dabei immer auf der aktuellen Forschungslage und werden regelmäßig aktualisiert.

