Trockene Handinnenflächen: Was sind die Ursachen?

Redaktion, 19. MÄRZ 2025

trockene handinnenflächen
Trockene Handinnenflächen können verschiedene Ursachen haben. 

Trockene Handinnenflächen sind ein weit verbreitetes Problem, das viele Menschen vor allem in den kalten Monaten betrifft. Die Haut fühlt sich rau und gespannt an, manchmal entstehen sogar kleine Risse oder Schuppen. Doch warum kommt es überhaupt dazu? Trockene Hände werden oft als harmloses Alltagsproblem abgetan, es gibt jedoch zahlreiche Faktoren, die das unangenehme Gefühl verschlimmern können. Von äußeren Einflüssen wie Wetter und Reinigungsmitteln bis hin zu gesundheitlichen Ursachen – die Gründe für trockene Handinnenflächen sind vielfältig. In diesem Artikel gehen wir den möglichen Ursachen auf den Grund und zeigen, was dagegen hilft.

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Was versteht man unter trockenen Handinnenflächen?

Trockene Handinnenflächen sind ein unangenehmes Hautproblem, das viele Menschen betrifft. Die Haut fühlt sich dabei rau, spröde und gespannt an und kann ihre Geschmeidigkeit verlieren. In einigen Fällen bilden sich feine Risse oder Schuppen, was nicht nur unschön aussieht, sondern auch Schmerzen verursachen kann. Manche Menschen verspüren zudem einen leichten Juckreiz oder bemerken, dass sich ihre Hände sehr rau anfühlen.

Besonders auffällig wird die Trockenheit oft nach bestimmten Tätigkeiten, zum Beispiel nach dem Händewaschen oder längeren Arbeiten mit den Händen. Die Haut wirkt dann stumpf und kann sich unangenehm anfühlen. In manchen Fällen können trockene Handinnenflächen sogar die Griffigkeit beeinträchtigen.

Obwohl trockene Handinnenflächen oft nur als vorübergehendes Problem wahrgenommen werden, können sie auf Dauer lästig sein und das Wohlbefinden beeinträchtigen. Wer das Gefühl hat, ständig mit trockenen Händen zu kämpfen, sollte genauer hinsehen – denn die Haut zeigt uns oft, was sie braucht.
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Was sind die Ursachen für trockene Handinnenflächen?

Es gibt viele mögliche Ursachen für trockene Handinnenflächen. Oft spielen äußere Einflüsse, aber auch individuelle Faktoren eine Rolle. Hier sind die häufigsten Gründe:

1. Häufiges Händewaschen

Wasser, Seife und Desinfektionsmittel können die natürliche Schutzbarriere der Haut schwächen. Besonders aggressive oder parfümierte Seifen entziehen der Haut Feuchtigkeit und führen dazu, dass die Handinnenflächen trocken und spröde werden.

2. Kälte

Im Winter oder in klimatisierten Räumen sinkt die Luftfeuchtigkeit, wodurch der Haut Feuchtigkeit entzogen wird. Besonders die Hände sind davon betroffen, da sie oft ungeschützt der Kälte oder trockener Heizungsluft ausgesetzt sind.

3. Kontakt mit Reizstoffen

Chemikalien in Reinigungsmitteln, Kosmetika oder bestimmten Materialien (z. B. Latexhandschuhe) können die Haut austrocknen. Wer regelmäßig mit solchen Substanzen in Berührung kommt, hat oft mit trockenen Händen zu kämpfen.

4. Hauterkrankungen

Erkrankungen wie Neurodermitis, Ekzeme oder Psoriasis können trockene, schuppige oder rissige Haut an den Handflächen verursachen. Diese Hautprobleme treten oft schubweise auf und sind mit Juckreiz oder Rötungen verbunden.

5. Flüssigkeitsmangel

Wenn der Körper nicht ausreichend mit Wasser versorgt ist, zeigt sich das oft an der Haut. Trockene Handinnenflächen können ein Zeichen dafür sein, dass nicht genug Flüssigkeit aufgenommen wird.

6. Hauttyp

Manche Menschen haben von Natur aus eine eher trockene Haut, die weniger Fett und Feuchtigkeit speichert. Dadurch sind sie anfälliger für trockene Handinnenflächen, insbesondere in Kombination mit äußeren Einflüssen.

7. Altersbedingte Hautveränderungen

Mit zunehmendem Alter produziert die Haut weniger natürliche Öle, wodurch sie schneller austrocknet. Besonders die Hände, die ständig in Bewegung sind, verlieren an Elastizität und Feuchtigkeit.

Was kann man gegen trockene Handinnenflächen tun?

Trockene Handinnenflächen können lästig sein, doch mit den richtigen Maßnahmen lässt sich das Problem meist gut in den Griff bekommen. Eine regelmäßige und gezielte Pflege hilft dabei, die Haut geschmeidig zu halten und Feuchtigkeitsverlust vorzubeugen.

Die richtige Handcreme verwenden

Eine feuchtigkeitsspendende Handcreme ist besonders wichtig, um trockene Handinnenflächen zu pflegen. Ideal sind Cremes wie die Biovolen Meersalbe oder Handcremes mit Inhaltsstoffen wie Urea, Glycerin, Sheabutter oder Hyaluronsäure, da sie die Haut intensiv mit Feuchtigkeit versorgen und gleichzeitig die natürliche Schutzbarriere stärken. Am besten trägt man die Creme nach jedem Händewaschen auf und massiert sie gut ein. Besonders wirksam ist es, die Hände vor dem Schlafengehen großzügig einzucremen, damit die Haut sich über Nacht optimal regenerieren kann.

Hände sanft waschen

Häufiges Händewaschen kann die Haut stark beanspruchen. Deshalb ist es sinnvoll, auf milde, pH-hautneutrale Seifen oder rückfettende Waschlotionen zurückzugreifen, die die Haut nicht zusätzlich austrocknen. Auch die Wassertemperatur spielt eine Rolle: Lauwarmes Wasser ist deutlich schonender als heißes Wasser, da es die natürlichen Öle der Haut nicht so stark entfernt. Nach dem Waschen sollten die Hände nicht trocken gerieben, sondern nur sanft abgetupft werden, um Reizungen zu vermeiden.

Feuchtigkeit

Nicht nur die äußere Pflege ist entscheidend, sondern auch die ausreichende Versorgung des Körpers mit Flüssigkeit. Wer täglich genügend Wasser oder ungesüßten Tee trinkt, unterstützt die Hautgesundheit von innen. Auch die Luftfeuchtigkeit in den Wohnräumen kann eine Rolle spielen. Gerade in den Wintermonaten oder in klimatisierten Räumen ist die Luft oft trocken, was sich auch auf die Haut auswirkt. Ein Luftbefeuchter oder eine Schale mit Wasser auf der Heizung kann helfen, das Raumklima angenehmer zu gestalten und Feuchtigkeitsverlust der Haut vorzubeugen.

Handschuhe tragen

Ein effektiver Schutz für die Hände ist das Tragen von Handschuhen. Beim Putzen oder Spülen schützen sie vor aggressiven Reinigungsmitteln, die die Haut stark beanspruchen können. Auch im Winter ist es ratsam, Handschuhe zu tragen, um die Hände vor eisiger Kälte und trockener Luft zu bewahren. So bleibt die Haut geschmeidig und wird nicht unnötig strapaziert.

Hausmittel für intensive Pflege

Natürliche Hausmittel können eine wirksame Ergänzung zur täglichen Handpflege sein. Olivenöl oder Kokosöl spenden Feuchtigkeit und machen die Haut angenehm weich. Honig hat zudem antibakterielle und heilende Eigenschaften, die gereizte Haut beruhigen können. Auch eine Quark- oder Avocado-Maske kann helfen, trockene Handinnenflächen mit Nährstoffen zu versorgen. Dafür werden die natürlichen Pflegestoffe einfach auf die Handflächen aufgetragen und nach etwa 15 bis 20 Minuten mit lauwarmem Wasser abgespült.

Spezielle Nachtpflege nutzen

Eine besonders intensive Pflege lässt sich über Nacht durchführen. Dazu wird eine reichhaltige Handcreme oder ein natürliches Öl aufgetragen und anschließend werden dünne Baumwollhandschuhe übergezogen. Dadurch kann die Haut die pflegenden Inhaltsstoffe optimal aufnehmen, und am nächsten Morgen fühlen sich die Hände spürbar weicher und geschmeidiger an.

Was ist der Unterschied zwischen trockener Haut und einem Handekzem?

Trockene Haut und ein Handekzem können ähnliche Symptome aufweisen, doch es gibt grundlegende Unterschiede. Während trockene Haut meist harmlos und durch äußere Einflüsse bedingt ist, handelt es sich bei einem Handekzem um eine ernste Hauterkrankung, die oft medizinische Behandlung erfordert.

Trockene Haut entsteht, wenn die Haut nicht genug Feuchtigkeit speichert oder die natürliche Hautschutzbarriere geschwächt ist. Die Haut fühlt sich rau, spröde und manchmal leicht gespannt an. In manchen Fällen kann es zu feinen Rissen oder Schuppenbildung kommen, doch die Symptome bleiben meist mild und lassen sich mit Feuchtigkeitscremes oder Hausmitteln gut in den Griff bekommen. Trockene Haut tritt häufig bei kaltem Wetter, durch häufiges Händewaschen oder den Kontakt mit Reizstoffen auf und bessert sich meist schnell, sobald die Haut ausreichend gepflegt wird.

Ein Handekzem hingegen ist eine entzündliche Hauterkrankung, die über trockene Haut hinausgeht. Neben extremer Trockenheit treten oft Rötungen, Schwellungen, Juckreiz und sogar schmerzhafte Risse oder Bläschen auf. In schweren Fällen kann die Haut nässen, verdicken oder sich schuppen. Handekzeme haben oft eine medizinische Ursache und können durch Allergien, chronische Reizungen oder Hautkrankheiten wie Neurodermitis ausgelöst werden. Während trockene Haut durch Pflegeprodukte gut behandelbar ist, erfordert ein Handekzem oft spezielle Salben, Kortisonpräparate oder sogar eine ärztliche Behandlung.

Fazit

Trockene Handinnenflächen können unangenehm sein, doch in den meisten Fällen lassen sie sich mit der richtigen Pflege gut in den Griff bekommen. Wer seine Haut vor Feuchtigkeitsverlust schützt, reizende Substanzen meidet und regelmäßig pflegende Cremes oder Hausmittel verwendet, kann trockene Hände effektiv vorbeugen. In einigen Fällen kann jedoch auch eine zugrunde liegende Hauterkrankung die Ursache sein. Wenn die Trockenheit anhält, von Rissen, Juckreiz oder Entzündungen begleitet wird, kann ein Arztbesuch sinnvoll sein.

QUELLEN

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  • Perry AD, Trafeli JP. Hand dermatitis: review of etiology, diagnosis, and treatment. J Am Board Fam Med. 2009 May-Jun;22(3):325-30. doi: 10.3122/jabfm.2009.03.080118. PMID: 19429739.
Lina Mattern Autorin

Lina Mattern

Nach Abschluss ihres Studiums an der Hochschule Kempten hat sich Lina privat und beruflich mit Themen aus der Gesundheits-, Fitness- und Beautybranche befasst. Seitdem recherchiert und schreibt sie Blogartikel in dieser Branche und ist Expertin im Beauty- und Gesundheitsbereich. Neben dem Schreiben von aktuellen und ausführlich recherchierten Artikeln, betreut sie auch Social Media Kanäle, die sich um Tipps rund um Schönheit und Gesundheit drehen. Die Blogartikel und der Content orientieren sich dabei immer an der aktuellen Forschungslage.